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Am Sonntag, den 22.09.2019 unternahmen 16 Mitglieder und Gäste der Gemeinschaft »Wilnowe« einen Tagesausflug nach Koblenz. Einer Stadtrundfahrt mit der »Bimmelbahn« folgte die Seilbahnfahrt über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein, wo uns eine Stunde zur Verfügung stand.

Blick aus der Seilbahn auf Koblenz

Bei sonnigem Wetter genossen wir die Aussicht über das Rhein- und Moseltal. Nach dem Mittagessen gab es eine Gästeführung durch die Altstadt mit »Willi Lörsch« in rheinischem Dialekt und allerlei lustig erzählten Anekdoten. Zum Beispiel über das »Pfefferminzje«, eine Hausiererin, die Pfefferminz verkaufte und in den Kneipen auf den Tischen zu tanzen pflegte. Oder den Schängelbrunnen am Rathaus mit dem kleinen Jungen, der in regelmäßigen Abständen zwei Meter weit »Wasser speit«.
»Schängel« kommt vom französischen Vornamen »Jean«. In der Besatzungszeit unter Napoleon wurde mancher Junge von französischen Soldaten und Koblenzer Mädchen gezeugt.

Im 2. Weltkrieg wurde Koblenz zu 87 % zerstört. Später war Koblenz der größte Bundeswehrstandort in Deutschland. Einer Bundesgartenschau im Jahr 2011 und reichlichen Geldern des Landes Rheinland-Pfalz ist es zu verdanken, dass nach dem Abzug von Teilen der Bundeswehr Koblenz heute mit einigen »schmucken« und »modernen Bauten« wieder aufwarten kann (zum Beispiel Romanticum, Forum Mittelrhein, kurfürstliches Schloss). Beendet wurde der Tagesausflug im Eiscafé »Torri«.

Die Gemeinschaft »Wilnowe« tritt für einen alkoholfreien Lebensstil mit Zukunft ein und pflegt diesen bei wöchentlichen Treffen – jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus Weilrod/Altweilnau. Die Gemeinschaft steht allen offen. Es finden nicht nur Menschen, deren eigener Alkoholkonsum oder andere Suchtprobleme ihnen Sorgen bereitet, Unterstützung und Hilfe. Auch Ihre Partner, Eltern, Kinder, Freunde und Kollegen treffen hier auf offene Ohren für Ihre Nöte.

Gruppenbild am Deutschen Eck in Koblenz

Sie erleben eine Gemeinschaft von Menschen, denen es ähnlich ergangen ist. Durch sie lernen sie sich selbst zu helfen, wieder Sinn und Spaß im Leben zu entdecken. Guttempler bieten aber noch mehr: Ihre Gemeinschaft fördert die alkoholfreie Begegnung, Weiterbildung und Freizeitgestaltung für alle Altersgruppen. Hier können neue Freundschaften entstehen und gepflegt werden. Familien können wieder zueinander finden und ein neues, verändertes Leben genießen. Denn sich selbst und Anderen zu helfen macht auch Spaß und ist gelebtes soziales Engagement.

Jochen Maurer (stellvertretender Vorsitzender)